Wormbach

Der Artikel über das Wormbach Observatorium schildert, wie der kleine Sauerland-Ort Wormbach durch die Theorien des Bochumer Astronomen Heinz Kaminski (* 15. Juni 1921 in Bochum; † 17. Februar 2002 in Arnsberg) in den Ruf geriet, ein prähistorisches Observatorium ähnlich Stonehenge zu sein.

Vor Tausenden von Jahren war Wormbach Knotenpunkt in einem megalithischen Kult- und Orientierungsnetz. Sternenstraßen, die bestimmten Breiten- bzw. Längengraden in West- und Mitteleuropa entsprechen, führen zu bedeutenden frühchristlichen Kultorten

Hier seine Fakts:

Wormbach und Stonehange liegen nahezu auf dem gleichen Breitengrad (siehe Karte).

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Der Kreuzberg bei Wormbach bietet einen markanten Sonnenaufgangspunkt zur Tag-und-Nacht-Gleiche, den Kaminski als Beleg für eine vorgeschichtliche Himmelsbeobachtungsstätte deutete. Erst nach dem Orkan Kyrill 2007, der den dichten Fichtenwald zerstörte, wurde der Blick wieder frei und die Dorfgemeinschaft begann, Kaminskis Ideen neu zu beleben.

Hobbyforscher knüpften an Kaminskis Thesen an und stellten Vergleiche zu Stonehenge sowie zur Himmelsscheibe von Nebra her. Die romanische Wormbacher Kirche mit ihren einzigartigen Tierkreiszeichen im Gewölbe gilt als weiterer Hinweis auf eine alte Kultstätte. Im Ort wird diskutiert, ob man aus dieser Geschichte spirituellen Tourismus entwickeln sollte – zwischen Faszination und Sorge überlaufen zu werden.

Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Von ihr geht eine besondere Magie aus und eine Wanderung zur Kreuzberg-Kapelle lohnt schon, deshalb, weil man Stonehenge breitengradtechnisch sehr nah ist.

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