Windpark Hohe Molmert

Der Windpark Hohe Molmert befindet sich aktuell im Bau. Fünf große Windenergieanlagen werden errichtet, die ab Herbst 2026 Strom ins Netz einspeisen sollen. Die Gesamtleistung beträgt 36 MW, genug für rund 20.000 Haushalte. Die Baustelle sorgt für sichtbare Erdbewegungen, die jedoch laut Projektträgern überwiegend auf bereits geschädigten Kalamitätsflächen stattfinden.

Die Entwicklung des Windparks Hohe Molmert erstreckt sich über mehr als ein Jahrzehnt – von ersten Standortüberlegungen über langwierige Genehmigungsverfahren bis hin zur aktuellen Bauphase. Die folgende Chronologie zeigt die wichtigsten Meilensteine.

Chronologie des Projekts

2012–2015 – Erste Standortprüfungen

  • Frühe_Planungsphase — Erste Überlegungen zur Nutzung der Höhenlage Hohe Molmert für Windenergie.
  • Windmessungen und Machbarkeitsstudien zeigen: Die Lage ist windstark und technisch geeignet.
  • Erste Gespräche mit Waldbesitzern und Behörden.

2016–2018 – Projektentwicklung und Gutachten

  • Gutachtenphase — Artenschutz-, Schall-, Schattenwurf- und Landschaftsbildgutachten werden erstellt.
  • Parallel dazu: Zunehmender Borkenkäferbefall im Fichtenwald der Region.
  • Die Fläche wird zunehmend als Kalamitätsgebiet eingestuft – ein entscheidender Faktor für die spätere Genehmigung.

2019–2021 – Genehmigungsverfahren nach BImSchG

  • Genehmigungsantrag wird beim Märkischen Kreis eingereicht.
  • Öffentlichkeitsbeteiligung, Einwendungen, Stellungnahmen von Naturschutzverbänden.
  • Mehrere Nachforderungen zu Artenschutz und Zuwegung.

2022 – Erteilung der Genehmigung

  • Der Märkische Kreis genehmigt fünf Windenergieanlagen mit insgesamt 36 MW.
  • Die Genehmigung enthält Auflagen zu:
    • Fledermausschutz
    • Brutvogelschutz
    • Rückbau temporärer Wege
    • Aufforstung mit Mischwald

2023 – Vorbereitung der Baustelle

  • Baulogistik — Planung der Schwerlastwege, Abstimmung mit Forst und Stadt.
  • Rodung der bereits geschädigten Waldflächen.
  • Einrichtung erster Baustraßen.

2024 – Start der Bauarbeiten

  • Massive Erdbewegungen für Kranstellflächen und Fundamente.
  • Verbreiterung der Zuwegungen.
  • Erste Betonarbeiten beginnen.

2025 – Hochbauphase

  • Errichtung der Fundamente abgeschlossen.
  • Turmsegmente und Großkomponenten werden angeliefert.
  • Montage der Türme und Gondeln beginnt.
  • Parallel: Bau der Erdleitung zum Umspannwerk Köbbinghausen.

2026 – Inbetriebnahme

  • Abschluss der Montagearbeiten.
  • Netzanschluss und technische Abnahmen.
  • Geplante Einspeisung ab Herbst 2026.
  • Beginn der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen (Aufforstung, Rückbau temporärer Wege).

Ausblick nach 2026

  • Langfristige ökologische Entwicklung der Fläche.
  • Monitoring von Fledermäusen, Vögeln und Bodenfauna.
  • Erwartete Jahresproduktion: ~80 Mio. kWh → Versorgung von rund 20.000 Haushalten.

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