Im brandenburgischen Schipkau in der Lausitz, entsteht derzeit (2025-2026) die größte Windkraftanlage der Welt. Mit einer Gesamthöhe von 365 m und einer Nabenhöhe von 300 m soll der Höhenwindturm nach Fertigstellung pro Jahr zwischen 30 und 33 GWh Strom erzeugen können.
Kostengünstige Stromproduktion
Der Generator des Windrades liefert 3,8 Megawatt, was im Vergleich zu heutigen Windanlagen eher dem Durchschnitt entspricht. Dennoch soll die Leistung des Riesen-Windrades deutlich größer sein, sagt das Unternehmen. Grund ist die Windstärke in größerer Höhe. Winde wehen dort in der Regel stärker und gleichmäßiger, sodass der Generator meist im Nennlastbereich arbeitet. Im Idealfall entspricht die Ausbeute in etwa dem Jahresbedarf von 7500 Vier-Personen-Haushalten.
Weitere Innovation
Statt aus einem festen Betongehäuse besteht das Höhenwindrad aus einem Stahlgitter: Eine Bauweise, die bereits bei Strommasten eingesetzt wird. Das Höhenwindrad ist zusätzlich ausfahrbar. Das Windrad mit Generator und Rotorblättern lässt sich für den Betrieb wie ein Teleskop auf eine Nabenhöhe von 300 Meter ausziehen.
Schipkau
Gefördert wird das Projekt durch die Bundesagentur für Sprunginnovationen, die gezielt Vorhaben unterstützt, die das Potenzial für grundlegende technologische Veränderungen haben. Noch ist der Bau nicht wirtschaftlich, die Anlage in Schipkau gilt als Pilotprojekt. Doch Gicon will hier Erfahrungen sammeln, die später in eine Serienproduktion münden sollen.
Ziel ist es, die Bauweise zu erproben und zur Marktreife zu bringen.
Bleibt abzuwarten wann der erste 365 m WEA-Gigant die Sauerländer Bergspitzen ziert.