Änderungen am EEG

Ganz nach dem Motto: Neue Besen kehren gut

Heute (29.07.2026) hat das Bundeskabinett zentrale EEG‑Änderungen und das Netzpaket beschlossen. Für die Windenergie bedeutet das vor allem: mehr Ausschreibungen, stärkere Süd-Orientierung, engere Kopplung an den Netzausbau und systemdienliche Marktregeln.

🔧 Änderungen am EEG Stand: heute (29.07.2026) beschlossen

  • Zusätzliche 12 GW Wind an Land — Die Bundesregierung legt heute ein Zusatzvolumen von 12 GW für neue Ausschreibungen fest. Der Ausbau soll gezielt dort stattfinden, wo Netzkapazität und Strombedarf zusammenpassen, insbesondere im Süden.
  • Synchronisierung mit dem Netzausbau — Windprojekte sollen künftig nur dort gefördert werden, wo das Netz den Strom auch aufnehmen kann. Hintergrund: Der Norden produziert viel Windstrom, der Süden verbraucht ihn — die Netze sind überlastet. Das Netzpaket soll diese Fehlverteilung reduzieren.
  • Marktorientierte Förderung — Das EEG wird „vom Rundum‑sorglos‑Paket“ zu einem marktbasierten System weiterentwickelt. Gewinne sollen begrenzt, Einspeisung stärker am Bedarf ausgerichtet werden. Windenergie soll mehr Verantwortung für Netzstabilität übernehmen.
  • Verbindliche Ausbaupfade bleiben bestehen — Das Ziel: 80 % erneuerbarer Strom bis 2030 bleibt unverändert. Wind bleibt zentrale Säule.
Windrad Flügel im Sauerland auf dem Weg zum Turbinnenhaus

Kürzlich traf ich auf einer Wanderung rund um den Teipel bei Neuenrade auf ein Waldbauer-Urgestein. Weil weitläufig bekannt, tauschte man die üblichen Floskeln und kam dann auf die vom Teipel aus sichtbaren neuen Allendorfer Windräder an denen gerade die Rotorblätter montiert wurden zu sprechen. Der gute Mann erklärte mir, das er bereits in dem Sunderaner Windpark auf der Waldeshöhe involviert sei und hier auf dem Teipel 4 weitere Windräder plane.

Lex Sauerland: Weniger Raum für Vorbescheid-Anträge außerhalb von Windenergiegebiete Robert Habecks energiepolitische Arbeit spannt einen Bogen von der konsequenten Beschleunigung der Energiewende bis zur späten und umstrittenen „Lex Sauerland“. Zu Beginn seiner Amtszeit setzte er auf Tempo: Mit dem sogenannten Osterpaket leitete er 2022 die größte Reform des Erneuerbare‑Energien‑Gesetzes seit Jahren ein. Der Ausbau von Wind- und Solarenergie sollte schneller, einfacher und verbindlicher werden – ein Kurs, der durch die Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zusätzlich an Dringlichkeit gewann. Erneuerbare Energien wurden zum sicherheitspolitischen Faktor, und Habeck positionierte sie als strategische Antwort auf fossile Abhängigkeiten.

Berni

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